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Ratgeber · Heizung

Heizung funktioniert nicht: Was kann man tun?

12. August 2026 6 Min. Lesezeit

Kurzantwort

Wenn die Heizung nicht funktioniert, prüfen Sie zuerst Thermostat, Anlagendruck (1,2–2,0 bar), Störungsanzeige am Kessel und die Heizungssicherung. Danach Heizkörper entlüften und die Anlage einmal zurücksetzen. Bleibt es kalt oder zeigt der Kessel eine Störung, ist ein Heizungsmonteur nötig – bei Totalausfall im Winter der 24h-Notdienst.

Eine kalte Wohnung ist selten ein Totalschaden. In rund der Hälfte aller Fälle liegt es an Druckverlust, Luft im System oder einer simplen Störungsmeldung. Diese Reihenfolge geben unsere Techniker im Raum Zürich, Winterthur, Zug und Baden am Telefon durch.

1. Thermostat und Betriebsart prüfen

Klingt banal, ist aber die häufigste Ursache: Der Raumthermostat steht auf Absenkbetrieb, das Zeitprogramm wurde nach einem Stromausfall zurückgesetzt oder die Sommer-/Winterumschaltung steht falsch. Stellen Sie die Solltemperatur testweise 3 Grad höher und warten Sie 15 Minuten.

2. Anlagendruck kontrollieren

Am Manometer des Heizkessels sollten 1,2 bis 2,0 bar anliegen. Unter 1,0 bar schaltet die Umwälzpumpe in vielen Anlagen ab. Wasser über den Füllhahn langsam nachfüllen, bis der Zeiger im grünen Bereich steht.

Sinkt der Druck innert Tagen erneut, liegt eine Undichtigkeit oder ein defektes Ausdehnungsgefäss vor – das gehört in Fachhände.

3. Störungsanzeige am Kessel lesen

Moderne Gas-, Öl- und Wärmepumpenanlagen zeigen einen Fehlercode. Notieren Sie ihn und drücken Sie einmal die Reset-Taste. Wiederholt sich die Störung nach dem Reset, nicht mehrfach entstören – bei Ölbrennern besteht sonst Verpuffungsgefahr.

  • Fehlercode und Kesseltyp notieren
  • Nur einmal entstören
  • Brennstoffvorrat prüfen (Öltank, Pellets)
  • Gashahn und Notschalter kontrollieren

4. Strom und Notschalter

Der rote Heizungsnotschalter im Treppenhaus oder Kellerabgang wird oft versehentlich betätigt. Prüfen Sie zusätzlich die zugehörige Sicherung im Verteiler.

5. Heizkörper entlüften

Gluckern und ein oben kalter, unten warmer Heizkörper bedeuten Luft im System. Mit Entlüftungsschlüssel und Lappen das Ventil öffnen, bis Wasser blasenfrei austritt. Danach den Anlagendruck erneut prüfen und gegebenenfalls nachfüllen.

6. Einzelne Räume kalt, andere warm?

Dann ist meist ein Thermostatventil verklemmt. Kopf abschrauben und den Stift mit einer Zange vorsichtig ein paar Mal ein- und ausdrücken. Bleiben ganze Stränge kalt, fehlt der hydraulische Abgleich oder die Umwälzpumpe läuft nicht.

7. Wann der Notdienst kommen muss

Bei Gasgeruch, austretendem Wasser, Totalausfall unter 5 Grad Aussentemperatur, in Liegenschaften mit Kleinkindern oder älteren Personen: sofort 24h-Notdienst. Im Stadtgebiet Zürich sind wir in der Regel innert 60 Minuten vor Ort, in Winterthur, Zug und Baden innert 90 Minuten.

Häufige Fragen

Warum bleibt die Heizung kalt, obwohl die Pumpe läuft?

Meist ist Luft im System, ein Thermostatventil verklemmt oder der Anlagendruck zu tief. Entlüften Sie die Heizkörper und prüfen Sie das Manometer; bleibt es kalt, ist die Umwälzpumpe oder das Mischventil defekt.

Wie oft darf ich die Heizung entstören?

Einmal. Wiederholtes Entstören ist besonders bei Ölbrennern gefährlich, weil sich unverbrannter Brennstoff im Brennraum sammeln kann.

Was kostet ein Heizungsnotdienst in Zürich?

Sie erhalten vor Arbeitsbeginn einen festen Stundenpreis (Fachkraft ab CHF 145/h). Nacht-, Wochenend- und Feiertagseinsätze haben einen vorab kommunizierten Zuschlag.

Brauchen Sie Unterstützung?

Unsere Techniker sind im Grossraum Zürich rund um die Uhr im Einsatz – fester Stundenpreis vor Arbeitsbeginn.

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